Donnerstag, 15. März 2007



Schwarze Tasche


Er stieg wie immer
die schwarze Tasche
unter dem Arm
in den Bus


Sein Lächeln klebte
am falschen Platz


Dort hinten
wo die Krähe ihre
Flügel jetzt spreizt
fanden sie ihn


die Tasche neben ihm
leer


1 Kommentar:

haiku-shelf hat gesagt…

Mein Kompliment zu deinem Gedicht "Schwarze Tasche", Udo.

Dieses Schwarz der Tasche, die am Ende (am Ende!)leer ist, färbt auch das Gefieder der Krähe, verbindet beides.
Die uns allen bewusste Symbolik (Krähe; Farbe) hat eine kraftvolle poetische Wirkung.

Schön, dass ich mich heute im "taubenschlag" umsah.

Angelika