Sonntag, 1. Juni 2008

TELEGRAMM VON EINER SEE



die Küste: mehr oder weniger

Randgebiet. das Wasser: eher signifikant

die Wellen: freie Radikale.



von Ron Winkler

Ron Winkler, geboren 1973. Studium von Germanistik und Geschichte in Jena. Tätigkeiten als Redakteur und Lektor. Derzeit freier Schriftsteller und Übersetzer. Lebt in Berlin. "Telegramm von einer See" wurde auch als Auftragsarbeit der Literaturwerkstatt Berlin von der argentinischen Komponistin Ana María Rodriguez für Sprecher, Instrumente und Live-Elektronik musikalisch umgesetzt und beim poesiefestival berlin 2007 uraufgeführt. Weitere Aufführungen 2007 im Konzerthaus Berlin und in der Carnegie Hall, New York.


"Geschult an der Tradition der deutschen Naturlyrik von der Romantik bis zur Naturmagischen Dichtung gelingt es ihm, das Naturgedicht ein weiteres Mal zu aktualisieren und als Referenz eines modernen Lebensgefühls nutzbar zu machen. Dabei sind die Analogien, von einer Landschaft auf einen Text und von einem Text auf eine Landschaft zu schließen, noch einmal unterbrochen von einem in Natur gestelltem Subjekt, das als meinungskompetente Person ebenso inszeniert wird wie als Rede- und Denkfigur. Beide Konfigurationen sind gekennzeichnet von Ironie und Selbstironie, Spiel und Komik sowie immer auch von existenzieller Ernsthaftigkeit."
(aus der Begründung der Jury für die Verleihung des Leonce-und-Lena-Preises 2005)


Zur Homepage von Ron Winkler.


Gedicht aus: Ron Winkler. Fragmentierte Gewässer. Gedichte. Berlin-Verlag, Berlin 2007. Seite 25.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Autor und Verlag.



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